Die Faszination des Faltrades

Verstaubarkeit und ein kompaktes Maß sowie Zuverlässigkeit  und Spass am Gesehen werden sind Dinge, die Sie nicht mit der Benutzung eines Fahrrades verbinden?

 

Wenn Sie ein Faltrad nutzen, werden Sie beginnen, das "Fahrrad" neu zu definieren.

 

Ihr Faltrad ist überall mit hinzunehmen, ohne lange darüber nachzudenken.

 

Auto -  Zug  - Strampe  - Arbeit - Urlaub - Ausflug - Freizeit - es ist so einfach wie vielfältig.

 

... und es ist ober lässig und cool ...

 

...Verdammt cool!

 


Falträder: Origami für Radfahrer

Einerseits kompakt und handlich, andererseits fahrstabil und lauffreudig: Die Falträder von heute haben mit den Klapprädern von früher nur mehr wenig gemein.

Preisfrage: Wie bekommt man 20 Fahrräder auf eine Verkaufsfläche von 25 Quadratmetern? Die Antwort ist gar nicht so schwierig: Man faltet die Fahrräder. Drei Schritte, dann sind sie klein und handlich. Drei Schritte, dann sind sie groß und fahrbereit. Andreas Heiss versucht sich seit etwas mehr als einem Jahr in der Kunst des Faltens – mit Erfolg. Sein Laden heißt, nein, nein, nicht Origami für Radfahrer, sondern schlicht und einfach: Klapprad. Wobei das Klapprad eigentlich falsche Assoziationen weckt bei Menschen, die die 70er Jahre bewusst erlebt haben. Damals war der Markt sehr innovationsfreudig. Wir sagen nur: Bonanza-Rad! Das Ausrufezeichen steht nicht von ungefähr dort, wo es steht ­ – dieses Fortbewegungsmittel war ein Witz auf zwei Rädern. Und das Klapprad? Dessen Ruf war nicht viel besser. Spötter behaupten, der Name rühre daher, dass das Fahrrad immer geklappert habe. „Stimmt“, sagt Andreas Heiss, „das Rad war rostig, quietschig, schlecht zu fahren“.

 

Und warum heißt sein Laden dennoch Klapprad? „Weil bei den Kunden eine Art Kopfkino abgeht. Klapprad – da weiß jeder, was Sache ist.“ Heute klappt nichts mehr, heute wird gefaltet. Deswegen spricht man von Faltrad. Ja, sagt Heiss, das Faltrad ist erwachsen geworden, es ist fahrstabil und lauffreudig, „Faltrad ist Fahrspaß pur“.

 

Dann packt er eines der Ausstellungsstücke, die im Regal stehen, am Sattel, die Faltmaße betragen ungefähr 60x60x30 Zentimeter. Kleiner geht nicht, weil sich die Reifen noch nicht falten lassen – aber was nicht ist, kann noch werden. Das Gewicht liegt bei rund 12 Kilo. Handlich und kompakt: ein Brompton, ein Exemplar aus der 1975 gegründeten Londoner Faltrad-­Schmiede.

 

Andrew Ritchie hatte in seiner Wohnung damit begonnen, ein Faltrad zu konzipieren. 1975? Im Ernst! Brompton hat den ersten Aufschwung mitgemacht, die Räder aus England sind aber der beste Beweis für Heiss’ Aussage: „Das Faltrad war nie weg. Man hatte es nur nicht mehr auf dem Radar.“ Auf der Straße waren immer ein paar Exemplare unterwegs, insgeheim bedauerte man diejenigen, die sich auf dem klapprigen Ding abmühten. Die Sitzposition lässt sich am besten auf Schwäbisch beschreiben: wia dr Aff’ auf em Schleifstoi. Ja, die armen Faltenmänner und Faltenfrauen, sie konnten sich offensichtlich kein richtiges Rad leisten.

 

Heute ist freilich alles anders – natürlich auch der Preis. Doch dazu später mehr. Wie macht man das Brompton fahrbereit? In drei Schritten, sagt Heiss. 1. Lenker ausfahren. 2. Sattel ausfahren. 3. Kurz das Fahrrad an Sattel und Lenker hochgehoben, und was jetzt vor Heiss steht, sieht aus wie ein Fahrrad. Fertig? Fast. Nicht vergessen sollte man, die Scharniere zu schließen. Heiss schwingt sich auf den Sattel und weg ist er ... Er kehrt zurück, steigt ab und faltet das Rad in Sekundenschnelle wieder zusammen. Äußerst praktisch für Pendler beispielsweise, die morgens zum Bahnhof fahren und ihr Rad mit in den Zug nehmen.

 

Die Falträder mit ihren Stahlrohrrahmen gelten als stabil und zuverlässig, weil wertig gebaut. Schnickschnack sucht man vergebens. Es gibt sie mit einem Gang, mit zwei, drei oder auch sechs Gängen, „das reicht doch auch für ein Faltrad“, meint Heiss. „Weniger ist mehr.“ Ein Motto, wie gemacht für die Bromptons, denn „Bromptonauten“, so heißen die Fans der englischen Marke, sind auf der ganzen Welt vertreten. Wenn etwas repariert werden muss, dann stellt das kein Problem dar. Wo Bromptonauten sind, gibt es auch die Händler dazu.

 

Händler wie Andreas Heiss, der sich auf dieses Randsortiment verlegt hat. „Ein weiterer Radladen in Ulm, das hätte nicht funktioniert“, ist der 42-Jährige überzeugt. Mit dem Faltrad hat er sich aber in einer Nische eingerichtet, die Kunden aus Nah und Fern in die Frauenstraße lockt.

 

Nicht alle greifen zu einem Brompton, von dem sage und schreibe über 1000 Varianten verfügbar sind. Lenker, Gangschaltung, Schutzbleche, Rahmen, Farben, Sattel, Federung, Reifen und Beleuchtung sowie Griffe – der Kunde kann sein Faltrad ausgehend vom Grundmodell individuell nach seinen Wünschen zusammenstellen. Entsprechend differiert der Preis: von 1100 bis 3500 Euro. 2018 soll sogar ein E-Faltrad auf den Markt kommen.

 

Ein E-Faltrad hat die Konkurrenz von Tern bereits im Programm. Aber: Während Brompton für ein Baukastensystem steht, sind die Tern-Räder eher von der Stange und für die breite Masse, erklärt Heiss. Vom Standard-Modell, das es bereits für 499 Euro zu kaufen gibt, bis hin zum Renner unter den Falträdern für 2499 Euro. Tern sei breit aufgestellt, die Auswahl groß.

 

Dann kommt Kundschaft: eine Frau mit einem platten Vorderreifen. Die Werkstatt ist voll, aber in einer Stunde, „das krieg ich hin“, sagt Heiss, der alle Fahrräder repariert, wie er sagt: „egal welcher Hautfarbe“.

 


Hier ein paar Beispiele aus der Modellpalette:

"kompakt und leicht  - stabil und wendig"

Beide Begriffe „Faltrad“ bzw. „Klapprad“ bezeichnen ein Fahrrad, das mit wenigen Handgriffen mittels Gelenken, Scharnieren oder anderen Konstruktionen auf ein kleineres Packmaß zusammengeklappt werden kann. Dadurch wird es klein genug um es im Auto, Bus und Bahn zu transportieren.

 

Heut zu Tage wird jedoch zwischen den beiden Begriffen unterschieden.

 

Die modernen, hochwertigen faltbaren Fahrräder werden Falträder genannt.

Hiermit soll der extrem große technische, konstruktive und Qualitätsunterschied herausgehoben werden.

Die Klappräder fahren sich meist sehr instabil und unergonomisch, sind schwer und man muss viel treten da die Übersetzung nicht angepasst ist.

Moderne Falträder hingegen erreichen nicht selten das Fahrverhalten und die Technik hochwertiger Trekkingräder.

Die Ausstattungsmerkmale sind sich sehr ähnlich.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Faltrad

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